Pappone WPW

A Randomised Study of Prophylactic Catheter Ablation in Asymptomatic Patients with the Wolff-Parkinson-White Syndrome

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 72 asymptomatischen Patienten mit Wolff-Parkinson-White-Muster und elektrophysiologisch als Hochrisiko eingestuftem Befund senkte die prophylaktische Radiofrequenzablation der akzessorischen Leitungsbahn deutlich arrhythmische Ereignisse über 5 Jahre verglichen mit keiner Behandlung.

N
72Patienten
Design
Unverblindeter RCT mit 5-Jahres-Nachbeobachtung
Endpunkt
Arrhythmische Ereignisse über 5 Jahre
Relevanz
3Ergänzend — Kontext, kein Muss-Wissen.
Ergebnis5-Jahres-Ereignisinzidenz 7 % vs. 77 % (p<0,001); relatives Risiko 0,08 (95 %-KI 0,02–0,33). Ein Kontrollpatient manifestierte sich mit Kammerflimmern.
Pappone C, Santinelli V, Manguso F, et al. N Engl J Med. 2003;349(19):1803-1811. 10.1056/NEJMoa035345
In Leitlinien zitiert
Diskussion & Kritik

Klein, monozentrisch und unverblindet, und die Ereignisrate von 77 % im Kontrollarm übersteigt jedes Register zur asymptomatischen Präexzitation bei Weitem — das invasive elektrophysiologische Screening selektierte eine Subgruppe mit extremem Risiko. Genau deshalb empfiehlt die Leitlinie eine EPU zur Risikostratifizierung und eine Ablation nur bei nachgewiesenem Hochrisiko, statt jede Deltawelle zu abladieren.