INSTEAD-XL

Investigation of Stent Grafts in Aortic Dissection — eXtended Long-term follow-up

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 140 Patienten mit stabiler unkomplizierter Typ-B-Aortendissektion senkte die thorakale endovaskuläre Aortenreparatur (TEVAR) zusätzlich zur optimalen medikamentösen Therapie die aortenspezifische 5-Jahres-Mortalität und die Krankheitsprogression verglichen mit optimaler medikamentöser Therapie allein.

N
140Patienten
Design
Unverblindeter RCT mit erweiterter 5-Jahres-Nachbeobachtung
Endpunkt
Gesamtmortalität, aortenspezifische Mortalität und Krankheitsprogression nach 5 Jahren
Relevanz
3Ergänzend — Kontext, kein Muss-Wissen.
ErgebnisGesamtmortalität 11,1 % vs. 19,3 % (p=0,13); aortenspezifische Mortalität 6,9 % vs. 19,3 % (p=0,04); Krankheitsprogression 27,0 % vs. 46,1 % (p=0,04). Thrombosierung des falschen Lumens bei 90,6 %.
Nienaber CA, Kische S, et al. Circ Cardiovasc Interv. 2013;6(4):407-416. 10.1161/CIRCINTERVENTIONS.113.000463
Diskussion & Kritik

Winzig, für die Gesamtmortalität unterpowert — diese war nicht signifikant — und die auffällige späte Divergenz stammt aus einer Post-hoc-Landmark-Analyse der Überlebenden. Sie ist die einzige randomisierte Evidenz für eine präemptive TEVAR bei unkomplizierter Typ-B-Dissektion und begründet die bedingte Empfehlung bei anatomisch geeigneten Hochrisikopatienten.