EASE

Early Surgery versus Conventional Treatment in Infective Endocarditis

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 76 Patienten mit linksseitiger infektiöser Endokarditis, schwerem Klappenvitium und großen Vegetationen senkte die frühe Klappenoperation innerhalb von 48 Stunden Krankenhaussterblichkeit oder embolische Ereignisse nach 6 Wochen verglichen mit konventioneller Behandlung mit Operation nur bei klinischer Indikation.

N
76Patienten
Design
Unverblindeter RCT
Endpunkt
Kombinierter Endpunkt aus Krankenhaussterblichkeit und embolischen Ereignissen innerhalb von 6 Wochen
Relevanz
2Wichtig — eine von mehreren Säulen.
Ergebnis3 % vs. 23 % (HR 0,10; 95 %-KI 0,01–0,82; p=0,03), vollständig getragen von weniger embolischen Ereignissen. Gesamtmortalität nach 6 Monaten 3 % vs. 5 % (n.s.). 77 % des konventionellen Arms wurden letztlich doch operiert.
Kang DH, Kim YJ, Kim SH, et al. N Engl J Med. 2012;366(26):2466-2473. 10.1056/NEJMoa1112843
In Leitlinien zitiert
Diskussion & Kritik

Sehr klein, unverblindet und in einer jungen, überwiegend streptokokkenbedingten koreanischen Population mit exzellenten Operationsergebnissen durchgeführt — auf ältere Patienten mit Staphylokokken- oder Prothesenklappenendokarditis lässt sie sich nicht übertragen. Sie ist die einzige randomisierte Evidenz zum Operationszeitpunkt bei Endokarditis und stützt ein frühes Operieren bei großen Vegetationen und hohem Embolierisiko.