BASIL-2

Bypass versus Angioplasty for Severe Ischaemia of the Leg – 2

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 345 Patienten mit chronisch extremitätenbedrohender Ischämie und Bedarf an infrapoplitealer Revaskularisierung verschlechterte eine Strategie mit primärem Venenbypass das amputationsfreie Überleben verglichen mit einer Strategie mit primärer endovaskulärer Therapie.

N
345Patienten
Design
Unverblindeter, pragmatischer Phase-3-RCT
Endpunkt
Amputationsfreies Überleben (Amputation oberhalb des Sprunggelenks oder Tod jeder Ursache)
Relevanz
2Wichtig — eine von mehreren Säulen.
ErgebnisMajor-Amputation oder Tod 63 % vs. 53 % (adjustierte HR 1,35; 95 %-KI 1,02–1,80; p=0,037), überwiegend getrieben von mehr Todesfällen im Bypass-Arm (53 % vs. 45 %).
Bradbury AW, Moakes CA, et al. Lancet. 2023;401(10390):1798-1809. 10.1016/S0140-6736(23)00462-2
In Leitlinien zitiert
Diskussion & Kritik

Klein, unverblindet und von der Gesamt- statt der extremitätenbezogenen Sterblichkeit getrieben — der Schadensmechanismus bleibt unklar. Gemeinsam mit BEST-CLI gelesen ergibt sich die differenzierte Leitlinienposition: Anatomie und Conduit, nicht Dogma, sollten über Bypass versus endovaskuläre Therapie entscheiden.