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PRACTICE (AI optical diagnosis)

Safety of artificial intelligence-assisted optical diagnosis for leaving colorectal polyps in situ during colonoscopy (PRACTICE): a non-inferiority, randomised controlled trial

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 895 Erwachsenen mit computergestützter Koloskopie war das Belassen optisch nicht-neoplastischer rektosigmoidaler Polypen ≤5 mm gegenüber der Resektion aller detektierten Polypen hinsichtlich der Adenomdetektionsrate nicht unterlegen.

N
895Patienten
Design
Multizentrische unverblindete Nichtunterlegenheits-RCT, Italien
Endpunkt
Adenomdetektionsrate (ADR), absolute Nichtunterlegenheitsgrenze 10 %
Relevanz
3Ergänzend — Kontext, kein Muss-Wissen.
ErgebnisADR 44,7 % (95 %-KI 40,4–49,5) vs. 46,5 % (41,8–51,2); absolute Differenz −1,8 Prozentpunkte (95 %-KI −8,9 bis 4,9; p=0,013). 197 vs. 211 detektierte Adenome oder Karzinome; keine Perforation oder Blutung in einer der Gruppen.
Antonelli G, et al. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2025;10(10):915-923. 10.1016/S2468-1253(25)00140-2
Diskussion & Kritik

Erster randomisierter Test der leitlinienempfohlenen Leave-in-situ-Strategie, hier mit KI-gestützter optischer Diagnose: Die onkologische Sicherheit, gemessen als ADR, blieb erhalten, während unnötige Polypektomien vermieden wurden. Unverblindet, vier italienische Zentren, und die ADR ist ein Surrogat — die Studie kann nicht zeigen, dass belassene Polypen nie progredieren. Randomisiert, daher im Cluster als Sicherheitsstudie und nicht als Detektionsstudie eingeordnet.