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VITAL-AF (AI-ECG)

Risk-Guided Atrial Fibrillation Screening with Artificial Intelligence-Enabled Electrocardiogram Models: a VITAL-AF Trial Analysis

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 16.937 Patienten der Primärversorgung ab 65 Jahren ohne bekanntes Vorhofflimmern erhöhte ein durch ein KI-EKG-Risikomodell gezieltes 1-Kanal-EKG-Screening die 2-Jahres-Inzidenz von VHF-Diagnosen verglichen mit der üblichen Versorgung in Kontrollpraxen.

N
16.937Patienten
Design
Sekundäranalyse der VITAL-AF-Cluster-RCT (16 Praxen), USA
Endpunkt
Rate inzidenter VHF-Diagnosen über 2 Jahre (pro 100 Personenjahre), Screening vs. Kontrolle über VHF-Risikodezile
Relevanz
3Ergänzend — Kontext, kein Muss-Wissen.
ErgebnisAUROC für die 2-Jahres-VHF-Diskrimination: CHARGE-AF 0,711, ECG-AI 0,784, CH-AI 0,788. Im obersten CH-AI-Dezil VHF-Diagnose 10,07 vs. 7,76 pro 100 Personenjahre (Differenz 2,32; 95 %-KI 0,01–4,63; p<0,05), Number Needed to Screen 43 pro Jahr.
Vedage NA, et al. J Am Coll Cardiol. 2026;87(14):1798-1813. 10.1016/j.jacc.2026.01.087
Diskussion & Kritik

Deutet eine Screening-Studie mit begrenzter altersbasierter Ausbeute neu: Ein KI-EKG-Risikomodell identifizierte das Dezil, in dem das 1-Kanal-EKG-Screening die VHF-Diagnosen tatsächlich steigerte, und liefert eine praktikable Number Needed to Screen. Eine Post-hoc-Analyse, beschränkt auf die 16.937 von 30.630 Teilnehmern mit vorherigem EKG; der Screening-Effekt zeigte sich nur im obersten Dezil, mit einem Konfidenzintervall, das die Null fast berührt, und die Autoren verweisen auf den Trade-off zwischen Screening-Effizienz und Bevölkerungsabdeckung.