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Transfusion Strategies for Acute Upper Gastrointestinal Blee
Transfusion Strategies for Acute Upper Gastrointestinal Bleeding
Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt
Bei 921 Patienten mit schwerer akuter oberer gastrointestinaler Blutung senkte eine restriktive Transfusionsstrategie die 45-Tage-Mortalität verglichen mit einer liberalen Strategie.
N
921Patienten
Design
Monozentrische, offene randomisierte kontrollierte Studie in Barcelona (Juni 2003–Dezember 2009); 921 Erwachsene mit schwerer akuter oberer gastrointestinaler Blutung, 1:1 randomisiert auf eine restriktive (Transfusion bei Hämoglobin <7 g/dL) oder liberale (<9 g/dL) Erythrozyten-Transfusionsstrategie, stratifiziert nach Vorliegen einer Leberzirrhose; Intention-to-treat-Analyse.
Endpunkt
Primär: Tod jeglicher Ursache innerhalb von 45 Tagen. Sekundär: erneute Blutung, Notwendigkeit einer Rescue-Therapie sowie Komplikationen/unerwünschte Ereignisse.
Ergebnis45-Tage-Mortalität 5 % (23) mit restriktiver vs. 9 % (41) mit liberaler Strategie; Hazard Ratio für Tod 0,55 (95 %-KI 0,33–0,92), p=0,02, NNT 25. Erneute Blutung 10 % vs. 16 % (p=0,01) und unerwünschte Ereignisse insgesamt 40 % vs. 48 % (p=0,02, NNT 13). Die Hälfte der Patienten mit restriktiver Strategie (51 %) erhielt keine Transfusion vs. 14 % mit liberaler Strategie (p<0,001). Der Überlebensvorteil war bei Zirrhose Child–Pugh A/B signifikant (HR 0,30, 95 %-KI 0,11–0,85), nicht aber bei Child–Pugh C (HR 1,04). Protokollverletzungen waren im restriktiven Arm häufiger (39 Patienten, 9 %, vs. 15, 3 %; p<0,001).
Villanueva C, Colomo A, Bosch A, et al. Transfusion strategies for acute upper gastrointestinal bleeding. N Engl J Med. 2013;368(1):11-21. 10.1056/nejmoa1211801