SMARTEX-HF

Study of Myocardial Recovery After Exercise Training in Heart Failure

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 261 Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion bewirkte ein 12-wöchiges supervidiertes hochintensives Intervalltraining kein stärkeres Reverse Remodeling und keinen größeren Gewinn bei linksventrikulärem enddiastolischem Durchmesser und maximaler Sauerstoffaufnahme als moderates Dauertraining.

N
261Patienten
Design
Randomisierte kontrollierte Studie mit drei Armen und 52 Wochen Nachbeobachtung
Endpunkt
Änderung des linksventrikulären enddiastolischen Durchmessers nach 12 Wochen
Relevanz
3Ergänzend — Kontext, kein Muss-Wissen.
ErgebnisKein Unterschied zwischen Intervall- und moderatem Dauertraining (p=0,45); Peak-VO₂ ebenfalls gleichwertig (p=0,70). Keiner der Gewinne hielt bis Woche 52 an. Die Hälfte des Intervallarms trainierte unterhalb, 80 % des moderaten Arms oberhalb des Zielbereichs.
Ellingsen Ø, Halle M, Conraads V, et al. Circulation. 2017;135(9):839-849. 10.1161/CIRCULATIONAHA.116.022924
In Leitlinien zitiert
Diskussion & Kritik

Als Dosisvergleich ist die Studie durch ihre eigenen Adhärenzdaten kompromittiert — die beiden Arme konvergierten, das Nullresultat könnte also schlicht die gescheiterte Trennung abbilden. Genau dieses Scheitern ist der Befund: Es widerlegte die auf kleinen Studien beruhende Behauptung, Intervalltraining sei bei Herzinsuffizienz überlegen, und hält das moderate Dauertraining als Standard.