IMPROVE

Immediate Management of the Patient with Rupture: Open Versus Endovascular Repair

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 613 Patienten mit klinischer Diagnose eines rupturierten Bauchaortenaneurysmas senkte eine Strategie mit primär endovaskulärer Versorgung die 30-Tage-Mortalität nicht verglichen mit der notfallmäßigen offenen Versorgung.

N
613Patienten
Design
Unverblindeter, pragmatischer RCT
Endpunkt
30-Tage-Mortalität
Relevanz
2Wichtig — eine von mehreren Säulen.
Ergebnis35,4 % vs. 37,4 % (OR 0,92; 95 %-KI 0,66–1,28; p=0,62), jedoch mehr direkt nach Hause entlassene Patienten (94 % vs. 77 %). Nach 3 Jahren Mortalität 48 % vs. 56 % (HR 0,57; 95 %-KI 0,36–0,90), mit QALY-Gewinn und geringeren Kosten.
IMPROVE Trial Investigators. BMJ. 2014;348:f7661. 10.1136/bmj.f7661
Diskussion & Kritik

Eine Strategie-, keine Device-Studie: Nur 174 von 316 in den endovaskulären Arm randomisierten Patienten waren anatomisch geeignet, was jeden echten Effekt Richtung Null verwässert. Nicht das neutrale 30-Tage-Ergebnis, sondern der Überlebens- und Kosteneffektivitätsvorteil nach 3 Jahren stützt das primär endovaskuläre Vorgehen beim rupturierten Aneurysma.