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DANISH-CRT

DANISH-CRT — Does Targeted LV Lead Positioning Towards Latest Local Electric Activation at CRT Implantation Reduce Incidence of the Combined Endpoint "Death or Non-planned Hospitalisation for Heart Failure" in Patients With HF and Prolonged QRS

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 1.000 Patienten mit Herzinsuffizienz und Schenkelblock unter CRT verringerte eine elektrisch gezielte Platzierung der linksventrikulären Sonde Tod oder ungeplante Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz nicht verglichen mit der konventionellen Sondenplatzierung.

N
1.000Patienten
Design
Dänische landesweite, multizentrische, doppelblinde (Patienten, Nachsorgepersonal und Endpunktkomitee verblindet), 1:1 randomisierte Studie; CRT-P oder CRT-D mit intraprozedural elektrisch kartierter Platzierung der linksventrikulären Sonde im Seitenast mit der spätesten lokalen Aktivierung versus konventionelle Platzierung in einem posterolateralen, nicht-apikalen Ast; ereignisgesteuert (264 primäre Ereignisse) mit mindestens 2 Jahren Nachbeobachtung; Intention-to-treat; Einschluss März 2018 bis 2024, Abschluss Februar 2026; Sponsor Universitätsklinikum Aarhus
Endpunkt
Zeit bis Tod oder erste ungeplante Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz
Relevanz
1Praxisdefinierend — die Studie, auf der die Leitlinie ruht.
ErgebnisTod oder erste ungeplante Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz trat bei 27,9 % unter gezielter und 25,5 % unter konventioneller Platzierung über median 45,8 Monate auf (HR 1,10; 95%-KI 0,86–1,39; p = 0,45). Sondenbezogene Komplikationen waren in der gezielten Gruppe häufiger.
Nielsen JC, et al. Lancet. 2026; published online 31 August. Presented at ESC Congress 2026, Hot Line 10. 10.1016/s0140-6736(26)01597-7
Diskussion & Kritik

Das am spätesten aktivierte Segment zu kartieren und die Sonde dorthin zu legen ist das physiologische Argument der CRT wörtlich genommen — und über knapp vier Jahre brachte es nichts: dieselben Ereignisse, eine numerisch schlechtere Hazard Ratio und mehr Sondenkomplikationen als Preis. Entweder liegt das elektrische Ziel nicht dort, wo der mechanische Nutzen entsteht, oder die konventionelle posterolaterale Platzierung trifft ohnehin oft genug nahe genug, als dass ein Kartierungsschritt noch Raum hätte. Verblindet, ereignisgesteuert und 1.000 Patienten: sauberer wird ein negatives Ergebnis bei CRT-Prozedurstudien nicht, und die Schlussfolgerung gegen eine routinemäßige Kartierung dürfte Bestand haben.

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