ASPRE

Aspirin for Evidence-Based Preeclampsia Prevention trial

Patient / Population Intervention / Exposition Vergleich Endpunkt

Bei 1.776 Frauen mit Einlingsschwangerschaft und im Ersttrimester-Screening hohem Risiko für eine präterme Präeklampsie senkte Aspirin 150 mg täglich von der 11.–14. bis zur 36. Schwangerschaftswoche die Entbindung mit Präeklampsie vor der 37. Woche verglichen mit Placebo.

N
1.776Patienten
Design
Doppelblinder, placebokontrollierter RCT
Endpunkt
Entbindung mit Präeklampsie vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche
Relevanz
2Wichtig — eine von mehreren Säulen.
Ergebnis1,6 % vs. 4,3 % (Odds Ratio 0,38; 95 %-KI 0,20–0,74; p=0,004). Kein signifikanter Unterschied bei den neonatalen unerwünschten Endpunkten.
Rolnik DL, Wright D, Poon LC, et al. N Engl J Med. 2017;377(7):613-622. 10.1056/NEJMoa1704559
In Leitlinien zitiert
Diskussion & Kritik

Der Nutzen beschränkt sich auf die präterme Präeklampsie — die Erkrankung am Termin und harte perinatale Endpunkte wurden nicht signifikant gesenkt — und die Studie beruht auf wenigen Ereignissen. Sie etablierte sowohl die wirksame Dosis (150 mg, höher als die zuvor gebräuchlichen 75–81 mg) als auch den Wert eines algorithmusbasierten Ersttrimester-Screenings.