ERS/ESGE/ESTS-Leitlinie 2026 zur endobronchialen und ösophagealen Endosonografie in Diagnostik und Staging des Lungenkarzinoms
Drei Fachgesellschaften, zwölf Fragen und eine klare Antwort auf die älteste davon: Beim Verdacht auf ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom wird das Mediastinum endosonografisch gestagt, nicht mediastinoskopisch, und nach unauffälliger Endosonografie braucht es keine Mediastinoskopie mehr. Systematisches Sampling ist der Mindeststandard, nicht gezieltes; der kombinierte endobronchiale und ösophageale Zugang wird dem rein endobronchialen vorgezogen, ebenso beim Restaging nach Induktionstherapie. Bei den Instrumenten bleibt das Dokument bewusst zurückhaltend: 21G- und 22G-Nadeln sind der Standard, und für andere Nadelgrößen, andere Nadeltypen oder die Kryobiopsie reicht die Evidenz nicht. Kompetenz soll am Simulator aufgebaut und mit einem validierten Verfahren überprüft werden. Die Literatursuche endete im April 2025, die Studien unten wurden danach vorgestellt, auf demselben Kongress wie die Leitlinie selbst.
Diese Leitlinie zitiert 0 von 35 Landmark-Studien in unserem Pneumologie-Register.
Nach der Leitlinie erschienen2
- 2026COFIDENCEOnkologie · Lunge · Diagnosis & stagingComparison of diagnostic yield and safety of three endobronchial ultrasound-guided transbronchial biopsy techniques in diagnosing patients with mediastinal/hilar lymphadenopathy (COFIDENCE Study)
- 2026ARTICULAtEOnkologie · Lunge · Diagnosis & stagingA Randomized Controlled Trial to Compare Robotic Assisted Bronchoscopy Ion's Clinical Utility for Peripheral Lung Nodule Access and Diagnosis to ENB (ARTICULAtE)