KDIGO-Leitlinie 2024 zum Management der Lupusnephritis
Die Lupusnephritis-Leitlinie 2024 ersetzt das entsprechende Kapitel der Glomerulopathie-Leitlinie von 2021. Ihre zentrale Neuerung ist der Wechsel von der Induktions-Monotherapie zur regelhaften Tripeltherapie: Glukokortikoide plus Mycophenolat oder niedrig dosiertes Cyclophosphamid, ergänzt um Belimumab oder einen Calcineurininhibitor (Voclosporin) bereits initial bei Klasse III/IV. Die Glukokortikoid-Exposition wird deutlich reduziert, die Therapiedauer richtet sich nach dem kompletten renalen Ansprechen statt nach einem festen Kalender, und die Rebiopsie erhält eine klarere Rolle. Die Register-Studien zu den einzelnen Therapiesäulen sind unten gruppiert.
Diese Leitlinie zitiert 3 von 58 Landmark-Studien in unserem Nephrologie-Register.
Initialtherapie — Mycophenolat vs. Cyclophosphamid1
- 2009ALMSNephrologie · Glomerulär · LupusnephritisBei 370 Patienten mit aktiver Lupusnephritis war Mycophenolate mofetil nicht unterlegen hinsichtlich Induktionsansprechen und überlegen in der Erhaltung verglichen mit Cyclophosphamide dann Azathioprine.
Additive B-Zell-Therapie — Belimumab1
- 2020BLISS-LNNephrologie · Glomerulär · LupusnephritisBei 448 Patienten mit aktiver Lupusnephritis erhöhte die Hinzugabe von Belimumab zur Standardtherapie das renale Ansprechen in Woche 104 verglichen mit Placebo.
Calcineurin-Hemmung — Voclosporin1
- 2021AURORA 1Nephrologie · Glomerulär · LupusnephritisBei 357 Patienten mit aktiver Lupusnephritis erhöhte die Hinzugabe von Voclosporin zu MMF und niedrig dosierten Steroiden das komplette renale Ansprechen in Woche 52 verglichen mit Placebo.